Hausfinanzierung: Darlehensangebote im Test

In ihrer aktuellen Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest hat Stiftung Warentest verschiedene Kreditangebote zur Baufinanzierung verglichen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Banken für das Bereitstellen eines Darlehens oft überhöhte Zinsen verlangen. Die Anzahl der Freimonate, in der die Kredite noch nicht abgerufen werden, variieren dabei je nach Anbieter.

Nach Ablauf dieser Freimonate müssen Bauherren jedoch doppelt zahlen. Zum einen verlangen die Banken den üblichen Vertragszinssatz, zum anderen werden nahezu überall Bereitstellungszinsen von drei Prozent fällig. Damit liegen diese fast doppelt so hoch wie die seit den 90er Jahren drastisch gesunkenen Kreditzinsen.

Bereits ab dem dritten oder vierten Monat nach Kreditzusage werden diese zusätzlichen Zinsen bei vielen Banken fällig. Andere Institute räumen sechs, neun oder sogar zwölf Karenzmonate ein. Es lohnt sich also, die Darlehen zu vergleichen und einen größtmöglichen Puffer für die Baufinanzierung zu schaffen. Der ausführliche Artikel erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist unter www.test.de/bereitstellungszinsen abrufbar.

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Urteil: WEG muss drei Angebote zur Auftragsvergabe einholen

Das Landgericht Frankfurt/Main hat aktuell entschieden, dass bei der Beschlussfassung über eine Auftragsvergabe einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) mindestens drei alternative Angebote vorliegen müssen. Ist dies nicht der Fall, ist der Beschluss anfechtbar (AZ 2-13 S 2/17).

Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümerin gegen den Beschluss ihrer WEG geklagt. Dabei wurde die Auftragsvergabe an einen Hausmeisterdienst festgesetzt, für den es lediglich ein Alternativangebot gegeben hatte. Sie war der Ansicht, dass mindestens drei Angebote hätten vorliegen müssen.

Das Landgericht gab der Eigentümerin nun aktuell Recht. Um ordnungsgemäßer Verwaltung zu entsprechen und sachgerecht vergleichen zu können, hätten der WEG drei Angebote für die Dienstleistungen vorliegen müssen.

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Studie: Energieeffizienz rückt bei Büroimmobilien in den Fokus

Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) werden die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz für Investoren und Nutzer von Gewerbeimmobilien immer wichtiger. Doch nach wie vor zählt die Wirtschaftlichkeit zu den wichtigsten Kriterien. Insgesamt wurden Entscheidungsträger von 20 der wichtigsten Büroimmobilieninvestoren befragt.

Büroimmobilien stellen mit einem Energieverbrauch von 20 Prozent im Bereich der Nichtwohngebäude die größte Untergruppe dar und haben somit laut Studienergebnissen großes Energiesparpotenzial. Insgesamt existieren bundesweit 323.700 Büro- und Verwaltungsgebäude mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 136 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Durch den starken Wettbewerb zwischen Investoren wird Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten jedoch eine untergeordnete Rolle zugeteilt. Die Rahmenbedingungen werden darüber hinaus von Investoren hinsichtlich behördlicher Auflagen und Fördermöglichkeiten scharf kritisiert. Nutzer von Gewerbeimmobilien gaben jedoch an, dass energetische Sanierungen zu einem Imagegewinn und zur Steigerung des Immobilienwertes beitragen.

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