Marktdaten: Studie: Wer baut Deutschland?

Um die aktuellen Tendenzen im Bereich Wohnungsbau in Deutschland zu untersuchen, hat das Verbändebündnis Wohnungsbau die Prognos AG damit beauftragt, eine Studie zum Thema „Wer baut Deutschland?“ durchzuführen. Sieben weitere Organisationen und Verbände aus der Bau- und Immobilienbranche haben sich dem Verbändebündnis Wohnungsbau angeschlossen, unter anderem der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). Die Studie wurde im Mai 2019 im Rahmen des „11. Wohnungsbau-Tages“ vorgestellt.   Mit der Studie hat das Verbändebündnis Wohnungsbau nachgewiesen, dass es in Deutschland zu wenige und zu teure Wohnungen gibt und dass ein großer Teil der Wohnungen zu weit weg von den Ballungszentren gebaut wird. Um den untersuchten Problemen entgegenzuwirken, hat das Verbändebündnis Wohnungsbau einen 10-Punkte-Plan entwickelt. Dieser soll sowohl zu mehr Quantität, als auch mehr Qualität im Wohnungsbau führen. Die zehn Handlungsempfehlungen richten sich an Bund, Länder und Kommunen.    Neben der Bereitstellung von mehr Bauland, der Förderung von Sozialwohnungsbau und Aufstockung des Personals in Verwaltungen für schnellere Baugenehmigungsentscheidungen soll auch mehr Transparenz im Bereich Konzeptvergaben geschaffen werden. Außerdem sollen mehr Kostenkontrollen in der Gesetzesgebung dafür sorgen, dass die stetig steigende Preisentwicklung von Baukosten beaufsichtigt werden kann. Auch der Ausbau der Digitalisierung in der Baubranche ist eine Handlungsempfehlung des 10-Punkte-Plans. Für den Wohnungsbau außerhalb der Ballungszentren empfiehlt sich ein intensiver Austausch und Ausbau von Stadt-Umland-Kooperationen. Der Ausbau und die Schaffung von Infrastruktur muss mehr gefördert werden.   Quelle: Verbändebündnis Wohnungsbau   © fotolia.de

Marktdaten: Studie: „Wohntrends 2035“

Die im Auftrag des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen durchgeführte Studie „Wohntrends 2035“ zeigt derzeitige Wohn- und Lebensformen und gibt Auskunft darüber, wie sich diese in Zukunft entwickeln könnten. Die Studie dient den Wohnungsunternehmen als Orientierungshilfe, um sich auf dem Markt positionieren zu können und mit ihren Immobilien zielgerichtet auf die Bedürfnisse und Entwicklungen der Mieter reagieren zu können.    Wissenschaftler des Instituts InWIS und Berater von Analyse & Konzepte fanden heraus, dass besonders die Themen Segregation, Digitalisierung und neue Lebensformen den derzeitigen Wohnungsmarkt und die Stadtentwicklung prägen.   Um der Segregation von Jung und Alt und von Arm und Reich entgegenwirken und das Miteinander zu fördern, setzen Experten auf den Bau und die Förderung von Quartieren. Auch in die Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche muss künftig stärker investiert werden. Vor allem digitale Leistungen und Services wie Smart-Home-Anwendungen, digitale Assistenten oder Pflegeunterstützung sollen mehr Anwendung in anspruchsvollen Wohnkonzepten finden. Nicht zuletzt ist eine große Veränderung und Entwicklung in den Formen des Zusammenlebens sichtbar. Moderne Lebensformen wie Clusterwohnen, Collaborative Living und Co-Housing sind vor allem auf den Trend zu Single- und Zweipersonenhaushalten zurückzuführen. Ebenso ist der Bedarf nach neuen, intelligenten und komfortablen Wohnlösungen gefragt, denn gerade in Großstädten mangelt es an Wohnraum.    Quelle: GdW © fotolila.de

Marktdaten: Wohnungsmarkt-Studie: Immobilien im Umland sind nicht wirklich günstig

In der Studie „Im Umland wird Wohnen unbezahlbar“ untersucht die Europace AG die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt zwischen den Jahren 2016 und 2018 in Städten, im Umland und auf dem Land im Verhältnis zur Entwicklung des Einkommens. Dabei kommt zum Vorschein, dass die Investition in eine Immobilie im Umland für den Käufer finanziell am unvorteilhaftesten ist. Insgesamt weist die Studie auf, dass die Transaktionen auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2018 um insgesamt 28% gestiegen sind. 45% aller Immobilienkäufe fanden im Umland, 31% in der Stadt und 24% auf dem Land statt. Weiterhin ist zu beobachten, dass sich das Immobilienvolumen in der Stadt um 3% auf 31% verringert hat, während es auf dem Land um 2% auf 24% gestiegen ist. Das Immobilienvolumen im Umland ist relativ konstant geblieben.   Dramatisch ist der proportionale Anstieg der Immobilienpreis im Umland im Vergleich zu der  dortigen Einkommensentwicklung. Obwohl in allen drei Regionen insgesamt ein positiver Trend in der Gehaltsentwicklung zu beobachten ist, ist der Anstieg der Immobilienpreise im Vergleich zum Anstieg der Gehälter im Umland unproportional. Während die  dortigen Immobilienpreise zwischen 2016 und 2018 um 11,5% angestiegen sind, stiegen die Gehälter lediglich um 4,3%. Auch in der in anderen Regionen ist die Einkommensentwicklung immer geringer als die Steigerung der Immobilienpreise, doch das Ungleichgewicht zwischen Einkommen und Immobilienpreis im Umland ist am größten.    Quelle: Europace AG   © fotolila.com

Marktdaten: Studie: Trend zum Bau von Hochhäusern und Mikroapartments

Die Studie "Deutschland Real Estate Market Outlook 2019“, herausgegeben von der CBRE verzeichnet auch in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Besonders im Bereich Hochhäuser, sowie Studentenwohnungen und Microliving verzeichnen und prognostizieren Experten eine große Dynamik auf dem deutschen Investmentmarkt.  Aufgrund des Flächenmangels, vor allem in Großstädten, entwickelt sich der Immobilienmarkt stark hin zum Bau von Hochhäusern. Bis 2030 sollen größtenteils in Berlin und Frankfurt am Main 30 Hochhäuser mit einer Mindestgröße von 50 Metern gebaut werden. Da die Baukosten ab 22 Metern enorm steigen, wird es sich bei diesen Immobilien hauptsächlich um Luxusapartments handeln und vor allem die zahlungskräftige Schicht ansprechen.     Aufgrund des derzeitigen niedrigen Angebots im Core-Segement investieren Kapitalanleger in die Projektentwicklung. Dieser Trend ist ebenfalls im Bau von Studentenwohnungen und Mircoliving zu verzeichnen, welches sich inzwischen zu einer eigenständigen Assetklasse etabliert hat. Die guten Prognosen sind auf das Transaktionsvolumen des Jahres 2018 zurückzuführen, das im Vergleich zum Vorjahr um 69% gestiegen ist. Allein 60% des Kapitals davon ist in den Bau von Mikroapartments geflossen.   Quelle: CBRE GmbH © fotolila.de

Marktdaten: Studie: Ende des Booms im Wohnungsbau

Es wird gebaut in deutschen Städten. Die Baubranche profitiert von der guten Auftragslage, doch die Mieter müssen mit steigenden Wohnungsmieten und Immobilienpreisen rechnen.    Laut der Studie „Hochbauprognose 2019“ des Strategieberatungsunternehmens EY Parthenon hält der Wachstumstrend im Wohnungsbau bereits nun im fünften Jahr in Folge an. Auch für die Jahre 2019 bis 2022 prognostizieren die Experten eine steigende Wachstumsrate im Wohnungsneubau und im Renovierungsgeschäft; jedoch mit einem deutlichem Abwärtstrend. Grund dafür ist ein Mangel an Fachkräften und an bebaubaren Flächen in den Ballungszentren.   Um den ansteigenden Kosten im Wohnungsbau entgegenzuwirken und Zeit beim Wohnungsbau zu sparen, sehen die Experten von EY Parthenon eine gute Lösung in der modularen Bauweise. Durch die Vorfertigung der einzelnen Wohnungsbauteile an zentralen Orten, kann sich die Dauer der Bauphase um etwa zwei bis fünf Monate verkürzen und Kosten können in einer Höhe von fünf bis zehn Prozent eingespart werden.    Quelle: EY Parthenon   © photodune.net

Marktdaten: Smart Home weiter auf dem Vormarsch

Vernetzte Geräte im Haushalt werden immer beliebter. Analysten der International Data Corporation (IDC) sagen für 2019 Wachstumsraten von knapp 27 Prozent voraus.   Die Zahl der ausgelieferten Geräte könnte sich dadurch auf 832 Millionen Geräte weltweit erhöhen. In den Jahren 2019 bis 2023 rechnen Experten mit einer jährlichen Wachstumsrate von knapp 17 Prozent. Während 2018 eher Produkte zum „testen“ erworben wurden, liegt 2019 der Fokus auf die Vernetzung der unterschiedlichen Geräte.   Auch in Deutschland wird das Interesse an Smart-Home-Anwendungen immer größer. Zahlreiche Neubauten bieten bereits die Voraussetzung für die Vernetzung von Smart-Technologien und sollen das Wohnen in den eigenen vier Wänden dadurch noch mehr verbessern. Quelle: IDC  © photodune.net

Marktdaten: Zahlreichen Mietern droht hohe Heizkosten-Nachzahlung

Mieterhaushalte, die mit Heizöl heizen, müssen sich dieses Jahr auf eine saftige Nachzahlung gefasst machen. Davor warnt der Deutsche Mieterbund (DMB).   Um rund 14 Prozent sind die Kosten für Heizöl 2018 gestiegen. Diese Kosten werden nach Ansicht des DMB an die Mieter weitergegeben. So müssen Mieter, die eine 70 Quadratmeterwohnung bewohnen, mit durchschnittlich 855 Euro Heizkosten pro Jahr rechnen. Das sind rund 105 Euro mehr als 2017.   Grund für die erhöhten Kosten bei Ölheizungen sind die gestiegenen Preise für Brennstoffe und die geringere Fördermenge in Venezuela sowie den arabischen Ländern. Ölheizungen sind insbesondere auf dem Land immer noch stark verbreitet, da die Haushalte selten an das Fernwärme oder Erdgasnetz angeschlossen sind.  Quelle: Deutscher Mieterbund  © photodune.net

Marktdaten: Hat der Mietwahnsinn bald ein Ende?

2022 – dann soll nach Angaben des Berliner Analysehauses Empirica die Phase steigender Mieten ein Ende haben. Denn nach Meinung von Empirica gleichen sich bis 2022 Angebot und Nachfrage von Wohnungen in den sieben Großstädten an.   In den kommenden vier Jahren sollen nach Berechnungen des Analyseunternehmens in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart jährlich durchschnittlich 41.000 neue Wohnungen bezugsfertig sein – das wären dann 7.000 Wohneinheiten weniger als nötig.   Für ganz Deutschland soll die Fertigungslücke – also die Differenz zwischen benötigten und fertiggestellten Wohneinheiten – bis 2022 auf 50.000 Wohnungen sinken. Zwischen 2015 und 2019 lag die Fertigungslücke noch bei 179.000 Einheiten. Im Ergebnis bedeutet das: Das Angebot steigt, die Nachfrage sinkt. Der Mietpreisanstieg wird ab 2022 damit ein Ende haben, ist sich Empirica sicher. Quelle: Empirica  © photodune.net

Marktdaten: Anlageoption Betreutes Wohnen?

In 5 von 100 Kommunen fehlen genügend betreute Wohnungen für Senioren. Für Anleger bedeutet das vor allem eins: große Investitionschancen.   64 Milliarden Euro. So hoch schätzt die Terragon AG – der Spezialist für barrierefreie Wohnungen – laut einer Studie das Investitionspotenzial für barrierefreie Wohnungen ein. Das sind etwa 350.000 Wohnungen. In diesem Zusammenhang untersuchte das Unternehmen auch, wie hoch die Miete maximal sein darf. Das Ergebnis: Jeder fünfte Seniorenhaushalt könnte ein Mietzins von knapp 2.500 Euro bezahlen.    Die Autoren der Studie untersuchten auch, in welchen Städten ein besonders hohes Investitionspotenzial besteht. So ist in Mönchengladbach der Bedarf nach seniorengerechten Wohnungen am höchsten: Auf 200 Senioren kommt nur eine barrierefreie Wohnung. Die Quote liegt bei 0,5 Prozent. Spitzenreiter ist Frankfurt am Main mit einer Quote von fast 8 Prozent.     Quelle: Terragon AG © photodune.net

Marktdaten: Geldinstitut rechnet auch in den nächsten Jahren mit steigenden Immobilienpreisen

Nach einer Studie der Deutschen Bank wird sich der rasante Anstieg bei den Immobilienpreisen und Mieten auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis 2022, so die Experten, könnte der Aufschwung am Immobilienmarkt noch andauern.   Als Gründe für den weiteren Anstieg nennen die Analysten der Studie den boomenden Arbeitsmarkt, die hohe Migration aus dem Ausland, die geringe Anzahl von Neubauwohnungen sowie die niedrigen Zinsen. Als Konsequenz droht nach Einschätzungen der Immobilienexperten die Bildung einer Preisblase am Wohnungsmarkt in Deutschland.   Einen weiteren Grund für den anhaltenden Preisanstieg bei Immobilien sehen die Autoren der Studie in der negativen Differenz zwischen Nachfrage und Angebot. Obwohl 2018 insgesamt 300.000 neue Wohnungen entstanden, fehlen immer noch etwa eine Million Wohneinheiten. Erst 2022 sei damit zu rechnen, dass das jährliche Angebot an Wohnungen die Nachfrage übertreffen werde.   Quelle: Deutsche Bank © photodune.net